Weiterbildung Momänt Uri

Freude und Fairness wirken

Am Samstag 5. Juni haben 25 Jugendliche den kantonalen „Momänt“-Kurstag be-sucht. Leiterinnen und Leiter der Urner Jugendverbände von Blauring, Jungwacht und Pfadi setzten sich mit der Emotion Freude und dem Verhalten Fairness ausei-nander. Die Fachstelle Jugend der röm.- kath. Landeskirche Uri leitet das Programm und begleitet Jugendliche in der Umsetzungspraxis in den Sommerlagern.

Respektvolle verbale Sprache finden                                                           
Anhand verschiedener körperlicher Aktivitäten und geistiger Auseinandersetzung ar-beiteten die Gruppen an den Fähigkeiten, auf sich selber und auf andere eingehen zu können. Ärger, Wut und Aggression spürt man als Reaktion auf eine konkrete Situation, wenn uns jemand etwas wegnimmt, uns zur Seite schubst, belügt oder hänselt. Dabei zeigt sich schnell, warum man selbst wütend wird. Mit zunehmenden Alter kann man Wut in Worte fassen und entdeckt Wege, wie mit der Wut umzuge-hen ist.

 

Wut ist kraftvoll, denn Wut lässt sich schlecht verstecken, weder bei sich noch bei anderen. Man erkennt diese Emotion an der Stimme, Mimik und Gestik. Wenn dann in einem solchen Moment eine respektvolle körperliche und verbale Sprache gefun-den wird, stärkt das unser Selbstvertrauen und bereichert Beziehungen zu anderen.

Vorbilder bilden                                                                                                         
Das Programm „Momänt“ unterstützt Leitende von Jugendverbänden bei der Pla-nung und Umsetzung von Ferienlagern. Dazu gehört die Durchführung präventiver Aktivitäten im Lageralltag als auch die Gestaltung von Grundlagen, die zum Wohlbe-finden der Kinder und Jugendlichen im Lager beitragen. Zu solchen Grundlagen wur-de an konkreten Fallbeispielen eingehend diskutiert und intensiv gearbeitet. z.B. Wer Verantwortung übernimmt, soll den Genussmittelkonsum verringern beziehungswei-se darauf verzichten. Oder das Kind steht im Mittelpunkt der gemeinsamen Lagerak-tivitäten oder die Lagerregeln tragen zum Zusammenhalt bei usw.

Folgend eine Aussage eines Jugendlichen, sozusagen ein Fazit des Ausbildungsta-ges: „Leiterinnen und Leiter eines Sommerlagers nehmen eine wichtige Funktion ein, wenn es um die Vermittlung bestimmter Verhaltensweisen geht. Das ist mir durch den Kurs bewusster geworden. Ich bin da wirklich ein Vorbild für die Kinder.“

 

Text: Fredi Bossart, Fachstelle Jugend, röm.- kath. Landeskirche Uri